PORTFOLIO-MANAGEMENT
IPMS-Marktführer im Vergleich Umfangreiche
Recherchen oder Beraterrunden sind notwendig, will man
das für sich am besten geeignete Immobilien-Portfolio-Management-System
(IPMS) herausfiltern. Hilfestellung bietet nun die Evans
Consulting GmbH, die eine Gegenüberstellung der
am Markt erhältlichen Produkte vorgenommen hat.
Die Schwachstellen wie auch die positiven Leistungsmerkmale
der gängigen PortfolioSysteme aufzeigen und die
Ergebnisse transparent darstellen - so lautete das Ziel
des in Potsdam ansässigen und auf die Immobilienbranche
spezialisierten Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens.
Dazu wurde zunächst einmal der Markt sondiert.
13 Tools konnten dabei identifiziert werden, darunter
bspw. der PortfolioManager der Aareon AG, RESinvest-Portfolio
der RES Consult, V-Port von der Dr. Langen Management
Partner und RE-Port von Synapplix.
Für den weiteren Vergleich kamen diese - wie noch
andere - nicht in die engere Wahl. Sie, so hatte man
bei Evans Consulting festgestellt, treten bei Portfolio-Ausschreibungen
nicht weiter in Erscheinung oder fallen hinsichtlich
Marktstellung, Marktdurchdringung, Marktakzeptanz bzw.
der Anzahl der installierten Anwendungen nicht weiter
ins Gewicht. Als führende Systemanbieter kristallisierten
sich dagegen die Produkte Dream von SAP Deutschland,
Prodact von THS Consulting und innosys von der gleichnamigen
Berliner Aktiengesellschaft heraus.
Diese drei wurden in der Studie gegenübergestellt,
und zwar hinsichtlich der Funktionalitäten, der
betriebswirtschaftlichen
Module, möglicher Weiterentwicklungen, des Migrations-
und Installationsaufwands,
Datensicherung, Preis-Leistungs-Verhältnis etc.
Sämtliche Angaben basieren auf Auskünften
der Hersteller, eine praktische Überprüfung
fand nicht statt.
Das Ergebnis zeigt zahlreiche Übereinstimmungen:
Alle drei Tools können die Daten aus unterschiedlichen
Quellen wie Bewirtschaftungssystemen o.Ä. übernehmen,
standardisierte Schnittstellen helfen dabei. Auch die
individualisierte Auswertung des Immobilienbestandes
ist überall möglich, so z.B. die Leerstandsdarstellung
nach Regionen oder Lagen, nach Gebäudearten oder
-alter. Das Ertragswertverfahren wie die Discounted-Cashflow-Methode
dienen der Objektbewertung, weitere Verfahren sind entweder
enthalten oder können auf Wunsch integriert werden.
Simulationen, Sensitivitätsanalysen und Risiko-Rendite-Analysen
gehören bei den Funktionalitäten zur Standardausstattung.
Das Gleiche gilt für die Auswertung der Daten in
Gutachtenform.
Ausdrücklich gelobt werden daneben die innovativen
Weiterentwicklungen von Prodact, das ursprünglich
für den Mutterkonzern, die Wohnungsbaugesellschaft
TreuHandStelle Essen entwickelt worden war. Viel Kompetenz
und Erfahrung werden auch innosys bescheinigt. Die Preise
liegen bei 50.000 EUR für Dream, 10.000 EUR für
die Basisvariante von Prodact und 5.000 bis 20.000 EUR
für die Basisversion von innosys, wenn man ein
Beispielunternehmen mit 1.000 Wohn- und Gewerbeobjekten
mit überregionaler Verteilung zu Grunde legt. Hinzu
kommen weitere Kosten für die Einführung,
Wartung und Update, Schulung etc.
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